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fuer Deutschlernende... -bar

Ich hab mir Gedanken gemacht, was eigentlich die Endung -bar bedeutet. Ich meine nicht die Bar, was einer Kneipe gleichkommt, sondern die Endung -bar. :-)

Es gibt ja sooo viele Worte mit bar am Ende:
z.B.
machbar=es ist moeglich es zu machen
schaffbar=es ist moeglich es zu schaffen,
sichtbar=es ist moeglich es zu sehen,
sehbar=es ist moeglich es zu,
spielbar =es ist moeglich es zu,
hoerbar=es ist moeglich es zu,
brauchbar=es ist moeglich es zu,
bestreitbar, teilbar, zerlegbar, anwendbar, verstehbar, schmeckbar, bemerkbar, auffindbar, urbar, verwendbar, nutzbar, ertragbar, lesbar, empfangbar, erreichbar, ueberwindbar, erlernbar, gebrauchbar, heilbar, auffindbar, drehbar, reitbar, vorstellbar, hinnehmbar, bestechbar, reizbar, knackbar, loesbar, erbbar, beweisbar, beschreibbar, definierbar, bereisbar, begehbar, behandelbar, bestreitbar, behebbar, bebaubar, brennbar, loeschbar, essbar, verwechselbar, ...(trinkbar, nehmbar, )... und endlich abzaehlbar viele weitere -bar Formen.

-bar wird also mit Verben verwendet wie man sieht.

"Verbstamm" + "bar" = es ist moeglich ES zu "verb"
-bar beschreibt also, dass etwas moeglich ist.

"un" + "Verbstamm" + "bar" = es ist nicht moeglich ES zu "verb".
un- -bar beschreibt also, dass etwas nicht moeglich ist.

Das 2, ES steht fuer das Objekt des Verbs. Ich habe bewusst und mit Absicht gross geschrieben, weil die Verben die mit bar verknuepft werden koennen alle ein Objekt fordern.

Andersherum sind Verben mit Objekt mit "bar" verknuepfbar. z.B Man kann "Verben" (<--Objekt) verknuepfen. Verben sind also "verknuepfbar".

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4 comments

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    Corrections

    Falls die Erklaerung fuer euch hilfreich ist, moechte ich gerne ueber andere Grammatikfragen nachdenken. Das mit dem -bar ist vielleicht nicht gerade eine wichtige Grammatikfrage, aber es hat mir viel Spass gemacht einmal ueber die eigene Muttersprache nachzudenken. Es waere gut wenn ihr mir ein paar Grammatikfragen vorschlagt, damit ich ueber etwas schreiben kann, was auch wirklich wichtig ist. Wenn es hilfreich ist koennte ich auch auf Chinesisch schreiben.

    Man verknuepft so:  

     

    "Verbstamm" + "bar" = es ist moeglich es zu "Verb"

    bzw. im Fall der Unmoeglichkeit so:

    "un" + "Verbstamm" + "bar" = es ist nicht moeglich es zu "Verb" Manchmal scheint es vielleicht ein Verb ohne Objekt gefunden zu haben, dass mit -bar verknuepfbar ist. Es kann aber auch sein, dass das Verb in einer Form mit und eine Form ohne Objekt vorliegt.

    Z.B. gehen. "Er geht." ohne Objekt. Es ist gehbar. <--falsch, denn in dieser Form hat gehen kein Objekt. "Er geht den Weg." mit Objekt. Der Weg ist gehbar.<-- korrekt, denn in dieser Form ist "Weg" Objekt von "gehen".
    "Ich gehe, und gehe, und gehe (ohne Objekt) immer weiter und weiter und letzdendlich weiss ich gar nicht mehr welchen WEG (<--- mit Objekt) ich GEGANGEN bin. Der Weg den er gegangen ist ist gehbar."
    Ausnahmen.

    Naja, meine Regel ist nicht unantastbar. Ich meine da ich sie mir selbst abgeleitet habe, aber nicht alle moeglichen Verben geprueft habe gibt es vielleicht Ausnahmen. Z.B. gerade "wunderbar" oder "dankbar" oder "offenbar" passen nicht so recht in mein Schema denn das Wunder, der Dank, offen sind keine Verben. Noch eine seltsame Ausnahme die mir einfaellt ist: gebaeren. dieses Verb enthaelt bar bereits in sich. Die Vergangenheitsform lautet: gebar, geboren. z.B.

     

    "Sie hat ein Kind geboren. Sie gebar ein Kind. Ein Kind gebaeren ist nicht einfach."

     

    Andere Formen kommen nur in der verneinten Variante vor:

    "unabdingbar". "abdingbar" ist sehr selten und die Verben "abdingen" oder "dingen" gibt es wahrscheinlich gar nicht. Andererseits gibt es "das Ding" und die Silbe "ab". Man sieht, dass es im Deutschen Dinge gibt die in einer anderen Form vielleicht bereits abgeschafft wurden.

    Manche Formen sind allerdings selten. z.B. "etwas nehmen."

    "Ich nehme die Schuhe in die Hand."  "nehmen" hat hier ein Objekt, naemlich "die Schuhe". Gemaeß der obigen Regel koennte man doch bar anhaengen? Aber es waere seltsam zu sagen "Die Schuhe sind mit der Hand nehmbar." Es wuerde ja bedeuten, dass es moeglich ist die Schuhe in die Hand zu nehmen. Das ist aber doch selbstverstaendlich! Natuerlich ist das moeglich, man greift nach den Schuhen und nimmt sie einfach in die Hand, fertig.

     

    Andererseits kann man aber zum Beispiel nicht einfach Krebsheilen. Man kann dem Erkrankten nicht einfach eine Spritze geben und die Krankheit ist schwupsdiewups geheilt.  Konstruktionen mit -bar sind also dann sinnvoll, wenn nicht feststeht, ob etwas moeglich ist oder nicht. Wenn also ein Zweifel bezueglich der Moeglichkeit besteht. Wenn zum Beispiel nicht mit Sicherheit feststeht, ob eine Krankheit geheilt werden kann oder nicht, so stellt sich die Frage, ob die Krankheit "heilbar" ist oder "unheilbar".

     

    Die Regel lautet also praeziser:

    Die "-bar Form" eines Verbs bedeutet, dass die Handlung eines Verbs moeglich ist. Man kann ein Verb mit -bar verknuepfen, wenn es

     

    1.) ein Objekt hat

    2.) nicht mit Sicherheit feststeht, ob die Handlung des Verbs moeglich ist oder nicht.

     

    indem man bar anhaengt entscheidet man also diese Frage, ob die Handlung des Verbs moeglich ist oder nicht.

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