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Was Musik für mich bedeutet

 

Ich kann ehrlich zugeben, dass ich nach der Musik süchtig bin. Sie füllt meinen Alltag mit vielen unterschiedlichen Tonen, Gefühlen, Stimmungen, Erinnerungen und Erwartungen. Ich tauche mich in die Musik ein und die ganze Welt herum ist für mich verschwunden. Sie bringt die Leichtigkeit und führt zu Emotionen.
Obwohl ich bisher dazu nicht stimmen konnte, kann ich jetzt wirklich beichten, dass Musik mich beeinflussen kann und auch dass meine Stimmung von der Musik abhängen kann. Wenn ich ein Lied, das ich im bestimmten Moment meines Lebens gehört habe, höre, übertrage ich mich zu dieser vergangenen Zeit und erinnere mich daran, was mit mir passiert war. Das ist wie eine Zeitreise. Ich habe alle Lieder in meinem Kopf nach der Zeit und Ort sortiert: Selbstverständlich habe ich so nicht absichtlich gemacht, es ging natürlich und von selbst.
Und jetzt, zum Beispiel, gehe ich auf der Straße und höre ein Lied. Ich kann sofort sagen, dass dieses ist vom Sommer 2007, wenn ich in meinem Dorf bin und habe meinen Sommer Freiheit genossen. Ich kenne alle Geräusche, alle Pausen und alle Details in diesem Lied und dieses Gefühl macht mein Leben lebenswert. Ich halte meine Vergangenheit fest, aber nur jetzt sofort. Die Gegenwart und die Vergangenheit werden miteinander verbunden.
Die Musik braucht ganz viel Zeit und Energie: Man soll nach guter Musik suchen, sie hören, auswählen, analysieren, manchmal verstehen. Aber es ist eigentlich lohnend, weil sie unsere Erlebnisse und Entdeckungen abspeichert. Man kann sich auf die Musik verlassen, weil sie niemals lügt, niemals niemanden um etwas bittet, niemals etwas zurück braucht. So leicht und so genussvoll.
Jetzt habe ich bei mir bemerkt, dass ich sehr selten Musik höre, weil ich nichts Neues gefunden habe. Ehrlich gesagt... Ja, das ist eine Ausrede, aber mein Lebenstempo hat sich sehr stark erhöht, dass ich keine Zeit für die Musik habe. Ich habe keine Lust darauf, alte Lieder zu hören und diese kürzlich gefundenen Lieder haben mich ganz schnell gelangweilt. Deswegen höre ich deutsches Radio und lüge mich an, dass das mir beim Sprach lernen hilft. Wahrscheinlich laufe ich von mir selbst. Aber eines ist sehr klar für mich – ich kann nicht auf die Musik nicht verzichten.

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    Was Musik für mich bedeutet

    Ich kann ehrlich zugeben, dass ich nach (der) Musik süchtig bin. Sie füllt meinen Alltag mit vielen unterschiedlichen Tönen, Gefühlen, Stimmungen, Erinnerungen und Erwartungen. Ich tauche mich in die Musik ein und die ganze Welt (um mich) herum ist für mich verschwunden. Sie bringt die Leichtigkeit und führt zu Emotionen.

    Obwohl ich bisher dazu (dem) nicht zustimmen konnte, kann ich jetzt wirklich beichten, dass Musik mich beeinflussen kann und auch dass meine Stimmung von der Musik abhängen kann. Wenn ich ein Lied, das ich in einem bestimmten Moment meines Lebens gehört habe, höre, übertrage (/versetze) ich mich zu in dieser vergangenen Zeit und erinnere mich daran, was mit mir passiert war. Das ist wie eine Zeitreise. Ich habe alle Lieder in meinem Kopf nach der Zeit und dem Ort sortiert: Selbstverständlich habe ich es so nicht absichtlich gemacht, es ging natürlich und von selbst.

    Und jetzt, zum Beispiel, gehe ich auf der Straße und höre ein Lied. Ich kann sofort sagen, dass dieses ist vom Sommer 2007 ist, als wenn ich in meinem Dorf bin war und habe meinen Sommer in Freiheit genossen habe. Ich kenne alle Geräusche, alle Pausen und alle Details in diesem Lied und dieses Gefühl macht mein Leben lebenswert. Ich halte meine (/an meiner) Vergangenheit fest, aber nur jetzt sofort. Die Gegenwart und die Vergangenheit werden miteinander verbunden.

    Die Musik braucht ganz viel Zeit und Energie: Man soll nach guter Musik suchen, sie hören, auswählen, analysieren, manchmal verstehen. Aber es ist eigentlich lohnend, weil sie unsere Erlebnisse und Entdeckungen abspeichert. Man kann sich auf die Musik verlassen, weil sie niemals lügt, niemals und niemanden (/niemals jemanden) um etwas bittet, niemals etwas zurück braucht (/verlangt). So leicht und so genussvoll.

    Jetzt habe ich bei mir bemerkt, dass ich sehr selten Musik höre, weil ich nichts Neues gefunden habe. Ehrlich gesagt... Ja, das ist eine Ausrede, aber mein Lebenstempo hat sich sehr stark erhöht, dass ich keine Zeit für die Musik habe. Ich habe keine Lust darauf, alte Lieder zu hören und diese kürzlich gefundenen Lieder haben mich ganz schnell gelangweilt. Deswegen höre ich deutsches Radio und lüge mich an, dass das mir beim Sprachlernen hilft. Wahrscheinlich laufe ich vor mir selbst davon (/weg). Aber eines ist sehr klar für mich – ich kann nicht auf die Musik (/ich kann auf die Musik nicht) verzichten.

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