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Die Marmelade

Ich erinnere mich daran, was für Marmelade mein Großvater kochte, und es tut mir aufrichtig leid, dass ich es nicht mehr genießen kann. Ich bin sicher, so ein leckeres Marmelade schaffe ich niemals. Ein Versuch habe ich doch gemacht und möchte dir darüber erzählen.

Opa kochte zwei Marmeladesorten: Ebereschenbeeren- und Apfelmarmelade. Jene Marmelade – weil ich kein besseres Wort finde – war dicht. Man könnte sie mit einem Messer schneiden und mit den Händen essen, ohne sie schmutzig zu machen; die Hände würden dabei nun ein wenig klebrig und süß. Das Rezept ist einfach: Obstpüree, Zucker und viele Zeit und Geduld. Die ersten zwei Zutaten habe ich, die letzten zwei…

Ich wusch Ebereschenbeeren und machte daraus Püree. Dann schüttete ich das Püree in einen Topf ein, ergänzte Zucker, stellte den Topf aufs Herd und musste seitdem nicht anderes machen, als die Masse von Zeit zu Zeit rühren. Das muss ich so lange tun, wie viel Zeit es kostet, aus einen Topf zukünftige Marmelade einen halben Topf Marmelade zu machen. Drei, vier, fünf Stunden? Ich wusste es noch nicht. Mein Opa hatte viele freie Zeit…

Erst fand ich es langweilig und entschloss, da ich jedenfalls in der Küche steckte, auch einen Apfelkuchen zu machen. Er saß bald im Ofen und roch nach einem guten Frühstuck. Im Gegenteil dazu war die Marmelade sehr ungehorsam. Sie wurde dichter und ich musste sie häufiger rühren. Das half nur so eben: je dichter die Marmelade wurde, desto widerspenstiger. Bald fing sie an zu spucken und zielte immer nach meinen Händen, was sehr unangenehm war, und meinem Gesicht, was schon gefährlich wurde.

Was alles schlechter machte, ist, dass ich schon ermüdet war und davon und auch vom ständigen Rühren sehr schläfrig wurde. So einen Zustand muss Bären gut bekannt sein: ich vermute, ich fühlte gerade dasselbe, das sie vor ihrem Winterschlaf fühlen. Ich konnte nicht mehr aus den Augen gucken und fürchtete, ich schliefe in einem Augenblick auf dem Herd ein. Die heiße Marmelade war noch nicht fertig, spuckte aber sehr fleißig; ich musste zu meiner aufrichtigen Betrübnis also aufgeben.

Am nächsten Tag kam ich nach der Arbeit zuhause mit einer Ansicht an, die widerspenstige Marmelade zu besiegen. Als ich in der Tür erschienen hatte, händigte mir Mama den Topf ein und erkundigte sich, was ich damit machen wolle. Ich schaute im Topf hinein, neigte ihn, kippte ihn um. Was für ein Effekt!

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    Die Marmelade

    Ich erinnere mich daran, was für Marmelade mein Großvater kochte, und es tut mir aufrichtig leid, dass ich es sie nicht mehr genießen kann. Ich bin mir sicher, so eine leckeres Marmelade schaffe ich niemals. Einen Versuch habe ich doch gemacht und möchte dir darüber /davon erzählen.

    Opa kochte zwei Marmeladesorten: Ebereschenbeeren- /Vogelbeeren- und Apfelmarmelade. Jene Marmeladen – weil ich kein besseres Wort finde – waren dicht /fest. Man köonnte sie mit einem Messer schneiden und mit den Händen essen, ohne sie schmutzig zu machen; die Hände würden dabei nurn ein wenig klebrig und süß. Das Rezept ist einfach: Obstpüree, Zucker und viele Zeit und Geduld. Die ersten zwei Zutaten habe ich, die letzten zwei…

    Ich wusch Ebereschenbeeren und machte daraus Püree. Dann schüttete ich das Püree in einen Topf ein, ergänzte Zucker, stellte den Topf aufs den Herd und musste seitdem anschließend nichts anderes mehr machen, als die Masse von Zeit zu Zeit umzurühren. Das muss ich so lange tun, wie viel Zeit es kostet, aus einemn Topf zukünftige Marmelade einen halben Topf Marmelade zu machen. /Das muss ich so lange tun, bis die Hälfte im Topf eingedampft ist. Drei, vier, fünf Stunden? Ich wusste es damals noch nicht. Mein Opa hatte viele freie Zeit…

    Erst fand ich es langweilig und entschloss, da ich jedenfalls ohnehin/sowieso in der Küche fest steckte /bleiben musste, auch einen Apfelkuchen zu machen. Er saß bald im Ofen und roch nach einem guten Frühstuck. Im Gegenteilsatz dazu war die Marmelade sehr ungehorsam. Sie wurde dichter und ich musste sie häufiger umrühren. Das half nur so eben etwas/wenig: je dichter die Marmelade wurde, desto widerspenstiger war/wurde sie. Bald fing sie an zu spucken/spritzen und zielte immer nach auf meinen Händen, was sehr unangenehm war, und auf meinem Gesicht, was schon gefährlich wurde.

    Was alles schlechter/schlimmer machte, ist, dass ich schon/bereits ermüdet/müde war und davon und auch vom ständigen Rühren sehr schläfrig wurde. So einen Dieser Zustand muss Bären gut bekannt sein: ich vermute, ich fühlte gerade dasselbe, das sie vor ihrem Winterschlaf fühlen. Ich konnte meine Augen nicht mehr offen halten aus den Augen gucken und fürchtete, ich schliefe jeden in einem Augenblick auf dem Herd ein. Die heiße Marmelade war noch nicht fertig, spuckte aber sehr fleißig; ich musste zu meiner aufrichtigen Betrübnis also aufgeben.

    Am nächsten Tag kam ich nach der Arbeit zuhause mit einer der Abnsicht an, die widerspenstige Marmelade zu besiegen. Als ich in der Tür erschienen hatte, händigte mir Mama den Topf ein aus und erkundigte sich, was ich damit machen wolle. Ich schaute inm den Topf hinein, neigte ihn, und kippte/drehte ihn um. Was für ein Effekt/Erlebnis!

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