Wie viele Buchstaben hat das deutsche Alphabet?
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Wie viele Buchstaben hat das deutsche Alphabet?

 

Wenn man eine Sprache lernen möchte, muss man sich auch mit der Schrift auseinandersetzen. Dazu gehört natürlich, dass man das Alphabet lernt. Das gilt auch, wenn man Deutsch lernen möchte. Wenn es darum geht, die Frage zu beantworten, wie viele Buchstaben das deutsche Alphabet hat, gibt es Uneinigkeiten. Denn je nachdem, welche Quelle man hat, kann man verschiedene Antworten bekommen. Das kann ganz schön verwirrend sein.

Deshalb erfährst du in diesem Artikel alles, was du zum deutschen Alphabet wissen musst. Zudem ergründen wir, wer das deutsche Alphabet erfunden hat und beantworten die Frage, wie viele Buchstaben es hat.

Grundlegendes zum deutschen Alphabet

Obwohl Deutsch eine germanische Sprache ist, verwendet sie das lateinische Alphabet. Denn mit der Ausweitung des Römischen Reichs hat sich auch die Sprache und die Schrift der Römer weit verbreitet. Also ist die Antwort auf die Frage, wer das deutsche Alphabet erfunden hat: die Römer. Aber nicht nur Deutsch verwendet das lateinische Alphabet, die meisten Länder, die Teil des Römischen Reiches waren, übernahmen die Schrift. Deshalb haben beispielsweise Französisch, Deutsch, Englisch, Rumänisch, Türkisch und Lettisch alle dasselbe Alphabet. Allerdings gibt es in den verschiedenen Sprachen Anpassungen, um das lateinische Alphabet auf die jeweiligen Sprachen abzustimmen.

Wenn du also eine Sprache sprichst, die auch das römische Alphabet verwendet, dann hast du einen Vorteil. Zwar gibt es Unterschiede in der Aussprache einiger Buchstaben, dennoch werden viele in allen Sprachen gleich ausgesprochen. Zudem musst du keine neue Schrift lernen, weil du sie ja schon beherrschst. Da müssen wir den lieben Römern doch schon dankbar sein, oder?

Anders als im Chinesischen ist das deutsche Alphabet eine Lautschrift bzw. eine Silbenschrift. Das heißt, dass die Buchstaben selbst keine Bedeutung haben, sondern nur einen Laut bzw. Silbe. Durch die Aneinanderreihung der Buchstaben entstehen Wörter und damit Bedeutungen. Deshalb braucht man nicht Tausende von Zeichen wie im Chinesischen. Aber wie viele man braucht, schauen wir uns später an.

Falls du dich jetzt fragst, wo man das deutsche ABC benutzt, verraten wir es dir gerne. Neben Deutschland wird es auch in Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein gebraucht. Also überall, wo man Deutsch spricht. Dazu kommen noch Länder, die eine deutschsprachige Minderheit haben, wie zum Beispiel Belgien, Dänemark, Italien und Polen. Übrigens wusstest du, dass in Belgien Deutsch sogar eine der drei offiziellen Sprachen ist?

Konsonanten und Vokale

Konsonanten und Vokale

Zunächst möchten wir aber über die Zusammensetzung des deutschen ABCs sprechen. Denn es gibt zwei Kategorien von Buchstaben. Zum einen gibt es Vokale, die alleine eine Silbe bilden können. Deshalb werden sie auch Selbstlaute genannt. In diese Kategorie fallen fünf Buchstaben.

Vokal Aussprache
A/a a
E/e e
I/i i
O/o o
U/u u

Übrigens gibt es im Deutschen Groß- und Kleinbuchstaben, denn Hauptwörter, Eigennamen und Satzanfänge werden großgeschrieben. Wenn man mit der deutschen Schrift nicht vertraut ist, kann das am Anfang ein wenig kompliziert ausschauen. Aber man gewöhnt sich schnell daran.

Zum anderen gibt es Konsonanten, die nur mithilfe eines Vokals eine Silbe bilden können. Dementsprechend werden sie auch Mitlaute genannt. Zu dieser Gruppe gehören 21 Buchstaben.

Buchstabe Aussprache
B/b be
C/c tse
D/d de
F/f ӓf
G/g ge
H/h ha
J/j jot
K/k ka
L/l ӓl
M/m ӓm
N/n ӓn
P/p pe
Q/q ku (in Österreich kue)
R/r ӓr
S/s ӓs
T/t te
V/v fau
W/w ve
X/x iks
Y/y ypsilon
Z/z tsӓt

Möglicherweise hast du jetzt schnell kalkuliert und herausgefunden, dass das Alphabet 26 Buchstaben hat. Das ist richtig und falsch. Denn das deutsche ABC besteht aus 26 Grundbuchstaben. Aber es hat auch noch vier Sonderzeichen. Ob diese mitgezählt werden oder nicht, kommt darauf an, wie man Alphabet definiert. Aber dazu etwas später. Übrigens lernen Kinder das ABC mithilfe eines Liedes, dessen Melodie auch in anderen Sprachen, zum Beispiel Englisch, gebraucht wird.

Sonderzeichen

Neben den 26 Grundbuchstaben des lateinischen Alphabets gibt es im Deutschen auch noch vier Sonderzeichen. Dazu gehören drei Umlaute (ӓ, ӧ und ü) und das Sonderzeichen Eszett oder scharfes s (ß). Diese wurden entwickelt, um Laute der deutschen Sprache zu zeigen, die es im Lateinischen nicht gab.

Zunächst wurden die Umlaute mit Buchstabenkombinationen angezeigt, indem den lateinischen Buchstaben a, o und u ein e angehängt wurde. Aber mit der Zeit wurden aus dem e dann zwei kleine Striche, die über die Buchstaben gesetzt wurden. Schließlich wurden aus den Strichen die zwei Punkte, die wir heute kennen. Man kann den Ursprung der Umlaute noch in einigen Familiennamen sehen, zum Beispiel Goethe. Auch heute können die Umlaute als ae, oe und ue geschrieben werden, wenn Umlaute auf einer Tastatur nicht verfügbar sind. Zudem werden in Kreuzworträtseln die Umlaute in ihrer alten Form verwendet.

Genauso hat sich auch das scharfe s oder Eszett aus zwei Buchstaben entwickelt, nämlich s und z. Allmählich wurde aus den zwei Buchstaben dann ein neuer Buchstabe. Wenn man eine Tastatur verwendet, die kein ß hat, kann man ss schreiben. Übrigens wird das Eszett in der Schweiz und in Liechtenstein heute nicht mehr gebraucht. Stattdessen schreiben sie in diesen Ländern ss.

Während das scharfe s relativ einfach auszusprechen ist, haben viele Deutschschüler Schwierigkeiten mit den Umlauten. Vor allem, wenn ihre Muttersprache diese Laute nicht kennt, wie zum Beispiel Englisch oder Italienisch. Hingegen finden Franzosen die Umlaute sehr einfach, da sie diese Laute auch haben. Allerdings verwenden sie keine Umlaute, sondern Akzente, um diese Laute anzuzeigen. Übrigens ist Deutsch nicht die einzige Sprache, die Umlaute hat. Denn auch Schwedisch oder Niederländisch gebrauchen Umlaute.

Aber wie viele Buchstaben hat das deutsche Alphabet denn nun?

Aber wie viele Buchstaben hat das deutsche Alphabet denn nun?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst festlegen, wie wir Alphabet definieren. Wenn wir davon ausgehen, dass ein Alphabet alle nötigen Zeichen umfasst, haben wir 30 Buchstaben. Denn ohne Umlaute und Eszett können wir nicht alle deutschen Wörter schreiben. Also besteht das deutsche ABC aus fünf Vokalen, 21 Konsonanten, drei Umlauten und einem Sonderzeichen. Übrigens werden Groß- und Kleinbuchstaben nicht als einzelne Buchstaben angesehen.

Wenn wir aber das Alphabet als Anhäufung von eigenständigen Zeichen in einer Schrift ansehen, dann hat das deutsche ABC 26 Buchstaben. Denn wie wir gesehen haben, haben sich die Sonderzeichen aus je zwei Buchstaben zusammengesetzt. Außerdem können alle Sonderzeichen mit zwei Grundbuchstaben ersetzt werden, ohne dass der Sinn verloren geht. Obendrein werden die Umlaute oft als Varianten der Buchstaben a, o und u gesehen. Denn ihnen wurde nur ein Zeichen hinzugefügt, der Buchstabe selbst ändert sich nicht.

Hingegen könnte man mit dieser Interpretation sagen, dass das Eszett ein eigenständiger Buchstabe ist und keine Variante. Schließlich sieht dieses Zeichen anders aus als das s. Dementsprechend kann man sagen, dass das deutsche Alphabet 27 Buchstaben hat.

Falls du das jetzt alles etwas kompliziert findest, keine Sorge. Denn im Grunde ist es ganz egal, ob das deutsche ABC nun aus 26, 27 oder 30 Buchstaben besteht. Wichtig ist nur, dass es eine überschaubare Anzahl von Zeichen gibt, die du schnell lernen wirst. Wenn du Deutsch lernen willst, dann kannst du dir das ABC hier als Kinderlied anhören. Übrigens lernen Kinder in deutschsprachigen Ländern, dass das ABC 26 Buchstaben hat.

Wie man am besten Deutsch lernt

Falls du jetzt Lust bekommen hast, Deutsch zu lernen, willst du vielleicht wissen, wie man es am besten lernt. Am besten und schnellsten lernt man es, wenn man einige Zeit in einem deutschsprachigen Land verbringt. Aber leider ist das vielen von uns nicht möglich. Wenn du auch zu dieser Gruppe gehörst, dann empfehlen wir dir einen privaten Sprachlehrer. Denn mit einem Deutsch-Lehrer kannst du nach deinem Tempo lernen. Zudem hast du auch gleich jemanden zum Üben. Und das ist sehr wichtig, denn nur so kannst du Selbstvertrauen aufbauen.

Obendrein hat man mit einem Sprachlehrer viel mehr Struktur, was beim Lernen einer Sprache wie Deutsch sehr hilfreich ist. Und wenn du Fragen hast, kann dir dein Lehrer diese gleich beantworten. Wenn du versuchst, dir eine Sprache selbst beizubringen, musst du dir die Antworten selbst suchen. Nichtsdestotrotz kannst du dir aber die Unterrichtszeiten selbst auswählen, da es ja nur dich als Schüler gibt. Außerdem kann sich der Sprachlehrer nach deinen Bedürfnissen richten. Es ist also egal, welche Ziele du dir setzt, mit einem Privatlehrer wirst du sie ganz sicher erreichen.

Aber woher bekommt man einen privaten Sprachlehrer? Wenn du das auch wissen willst, verraten wir es dir gerne. Auf der Sprachplattform italki findest du deinen perfekten Deutsch-Lehrer. Dort kannst du dir deinen Lehrer sogar selbst aussuchen. Zudem sind die meisten Sprachlehrer auf der Plattform Muttersprachler. Da kannst du dir also sicher sein, dass du Deutsch von Anfang an richtig lernst. Darüber hinaus lernst du auch gleich noch ein bissen Kultur mit, was auch wichtig ist. Warte also nicht mehr, finde noch heute deinen Deutsch-Lehrer auf der Sprachplattform italki und lerne Deutsch.

Wenn du mehr zum Deutschlernen wissen willst, lies unseren Artikel darüber, wie Ausländer am besten Deutsch lernen.

 

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