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Miriam
Bulette, Frikadelle oder Fleischpflanzerl?

Auf Spiegel online gibt es heute eine interessante Karte, auf der man sehen kann, wie bestimmte Begriffe in Deutschland verteilt sind: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/alltagssprache-bulette-oder-frikadelle-bolzen-oder-kicken-a-1109490.html. 

Ein "Burger" heißt in Berlin Bulette, in Niedersachsen Frikadelle und in Bayern Fleischpflanzerl.

Ein bekanntes Beispiel, was in dieser Karte nicht dabei ist, sind die verschiedenen Bezeichnungen für einen mit Marmelade gefüllten Donut: In Niedersachsen sagt man Berliner, in Berlin sagt man Pfannkuchen (für pancake sagen die Berliner dann nicht Pfannkuchen, sondern Eierkuchen) und in Bayern Krapfen.

Kennt ihr noch andere Beispiele?

Aug 30, 2016 7:14 PM
Comments · 5
Ich wollte neulich in Frankfurt einen Berliner bestellen. Die Verkäuferin schaute mich fragend an und erklärte mir, dass man hier nur Kräppel kaufen kann ;-p
September 1, 2016
In Österreich (oder zumindest in machen Teilen) sagt man zum Burger "faschiertes Laibchen". Ansonsten verwenden wir häufig die gleichen Begriffe wie die Bayern (z.B. Krapfen, Semmel, ...)
August 31, 2016

Dubbel, Kniffte, Stulle, Schnitte - für ein (belegtes) Butterbrot... wo die Begriffe genau beheimatet sind, kann ich nicht sagen. Wir haben (Rheinland) immer Stulle gesagt aber mir ist mal mitgeteilt, dass dort eigentlich Dubbel gesagt wird.

Hefekloß, Dampfnudel, Germknödel.

Einback, Stütchen, Milchbrötchen.

Brötchen, Wecken, Semmel.

Blutwurst, Rotwurst, Schwarzwurst, Grützwurst, Flötz.

Zum "Berliner" / Krapfen: Der Rheinische Krapfen ist dann wieder etwas anderes: Ein in Öl ausgebackener Brandteig, der nicht gefüllt sondern nur in (Zimt und) Zucker gewälzt wird (yummy). 



August 31, 2016

@Tilo

Das Wort höre ich auch zum ersten Mal. Wie machen das bloß Deutschlerner beim Bäcker? Ich nehme an, dass wohl am ehesten "Berliner" in einem Lehrbuch stehen würde. 

September 1, 2016

Wie man an euren Beispielen sieht, betrifft das ja häufig das Essen. Irgendwo anders in eine Bäckerei oder Metzgerei zu gehen, ist da schon eine Herausforderung. ;-) 

Mit Kollegen bin ich mal draufgekommen, dass es eigentlich ganz einfach mit den süddeutschen Dialekten, dem Österreichischen und dem Schweizerischen ist. Man muss nur die richtige Endung an den Wortstamm hängen:

Weck(e) = Brötchen

Weckla (Fränkisch)

Weckerl (Bayrisch, Österreichisch)

Weckle (Schwäbisch)

Weckli (Schweizerisch)

Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber etwas Wahrheit ist schon dabei: http://www.atlas-alltagssprache.de/brotchen/

August 31, 2016
Miriam
Language Skills
Chinese (Mandarin), French, German
Learning Language
Chinese (Mandarin)