Peter
Können Sie mir helfen? Hi! Can you help me translate the text below to english? Sie wollen einen Rasenmäher kaufen, wissen aber nicht, welchen? Ab an den Rechner und losgoogeln. Der erste Treffer: ein Bild von Ihrem Freund Thomas, der auf seinem Rasenmäher sitzt und grinsend in die Kamera winkt. Der zweite: ein Post von Amelie, die verzweifelt versucht, ihren Sohn zum Rasenmähen zu bewegen. Schwachsinn? Nein, Realität. Vergangene Woche hat Google in den USA seine personalisierte Suche vorgestellt. Mit Search plus Your World will es die Suchenden enger an sich binden und kopiert das Erfolgsgeheimnis von Facebook, Amazon und Co.: Google menschelt. Die 1,5 Millionen Deutschen, die ein Google+-Profil haben, bekommen genau wie die weltweit 62 Millionen Nutzer von jetzt an auch Privates aus dem Netzwerk bei ihren Suchergebnissen serviert. Das ist, wie die New York Times schreibt, »eine der größten Veränderungen, die jemals bei Suchergebnissen im Internet vorgenommen wurden«. Wer bei Google sucht, wird nicht mehr nur in der anonymen Weite der digitalen Welt fündig, er kriegt gleichzeitig alle News aus seinem eigenen kuscheligen Sozialen Netzwerk. Und das bedeutet: Wir sollen uns bei Google nicht mehr nur informieren, sondern dort auch plaudern und entspannen. Google will nicht mehr die Tür zur digitalen Welt sein, sondern ihr Wohnzimmer. Dazu dient Google+. Aus einer Suchmaschine für Inhalte soll eine Suchmaschine werden, die Menschen und Beziehungen versteht. Denn nur dort, wo Menschen sich wohlfühlen, breiten sie sich aus, konsumieren und geben viel von sich preis. Der Aufschrei war groß, als sich die Nachricht verbreitete. Der New Yorker Juraprofessor James Grimmelmann zog sofort die Reißleine: »Heute ist ein guter Tag, Google+ auszuschalten und dein Google-Profil zu löschen. Ich habe es gerade gemacht«, twitterte er. Der amerikanische Journalist John Battelle fragte in seinem Blog wehmütig: »Erinnert ihr euch noch an die Zeit, in der Google eine neutrale Instanz war, die das ganze Netz durchforstete? So traurig, diese Ära zu Ende gehen zu sehen.« Und der Autor Farhad Manjoo schrieb konsterniert: »Google zerstört seine Suchmaschine.« Wenn Google seine Nutzer mit den Neuerungen provoziert, zu begreifen, dass die Suchmaschine doch kein Konversationslexikon ist, könnte das Vertrauen in ihre Effizienz rapide sinken. Darüber hinaus weist unser aufgescheuchter Umgang mit diesen Problemen noch auf einen größeren Zusammenhang hin, der nicht nur bei Google-Neuankündigungen aufscheint: Wenn Web-Giganten wie Apple, Facebook und Amazon einen Einblick in ihr Können und Wissen gewähren, sind die Momente der Aufregung, die folgen, immer auch Kristallisationspunkte der Gewissheit darüber, wie sehr wir von den Konzernen abhängen und was wir ihnen anvertrauen. Mit Schrecken realisieren wir, dass ihre Dienste doch kein quasistaatlicher Bestandteil der Internet-Infrastruktur sind, auf deren Verfügbarkeit und Funktionalität Nutzer einen Anspruch haben; dass sie Unternehmen sind, die Gewinne machen wollen, die in einem Machtkampf untereinander ihre Plätze verteidigen und auszubauen versuchen. Dessen werden wir uns in den kurzen Momenten der Klarheit bewusst. Und deshalb ist die Empörung groß. Mit unseren Wünschen, Geheimnissen und Beziehungen sollen keine unheimlichen Geschäfte gemacht werden, das wollen wir partout nicht. Für ein paar Tage sind wir ernsthaft erschrocken und entrüstet und reden den Untergang der Internet-Imperien herbei. Bald aber sitzen wir wieder in Ruhe an unseren MacBooks, füttern unsere Timeline mit Privatfotos, empfehlen die neue Bar nebenan über Qype, googeln und erfreuen uns an unseren Rasenmäherfreunden ganz oben in der Trefferliste. Denn mit einem hatten die Netzriesen immer recht: von unserer Bequemlichkeit in der Vergangenheit auf unsere Bequemlichkeit in der Zukunft schließen zu können.
Sep 16, 2012 5:51 PM
Answers · 1
Why don't you fetch a dictionary and try to translate it on your own? In this way you'll learn much more (and much faster) about the German language than from any other translation. If you get stuck, come back and ask for help.
September 16, 2012
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